Catania auf Sizilien
Mit 295.591 Einwohnern (Stand Ende 2009) ist Catania nach der Hauptstadt Palermo die zweitgrößte Stadt der autonomen Region Sizilien, sowie die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz “Catania”.
Catania gehört zu der Klasse der sog. “spätbarocken Städte des Val di Noto”, die 2002 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden sind.
Geographie von Catania
Die sizilianische Stadt Catania ist an der Ostküste Siziliens am Fuße des weltbekannten Vulkans “Ätna” gelegen. Zusammen mit den umliegenden Vorstadtgemeinden zählt Catania insgesamt über 650 000 Einwohner.
Geschichte von Catania
Gegründet wurde die sizilianische Stadt Catania bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern der ersten griechischen Kolonie auf Sizilien namens Naxos. Unter der späteren Herrschaft der Römer entwickelte sich Catania im 3. Jahrhundert v. Chr. zu Siziliens damalig wichtigstem Handelsstützpunkt. Die Stadt war durch ihren Hafen und ihr fruchtbares Land sowohl für Handelsbeziehungen als eben auch für die Landwirtschaft bekannt. Nach Überlieferungen wurde die Stadt im Jahr 884 nach Chr. von den Muslimen zerschlagen und weitgehend zerstört.
1669 begrub ein Vulkanausbruch des Ätna weite Teile der Stadt unter seiner Lava. Im Jahr 1693 erfuhr die Stadt eine weitere Katastrophe, als ein Erdbeben Catania nahezu vollständig vernichtete.
Die Stadt wurde in den darauf folgenden Jahrzehnten in einem Barock-Baustil wieder errichtet. Dieser Barock-Stil prägt noch heute das Bild der Stadt Catania. Aufgrund der vielen, aus Lavagestein aufgebauten, Häuser und Gebäude, wird die Stadt als “die schwarze Tochter des Ätna” bezeichnet.
Die Stadt Catania zählt heute zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten Siziliens. Die Stadt und Umland beheimatet zahlreiche Technik-Firmen der IT- und Halbleiter-Branche.